Satzung
des Verbandes
der Sächsischen Kunst - und Antiquitätenhändler e. V.

Präambel

Kunsthandel unterscheidet sich wesentlich von anderer Handelstätigkeit, daraus ergeben sich besondere Anforderungen an diesen Beruf. Im Gegensatz zu Gebrauchs- und Verbrauchsgütern zeichnen den Kunstgegenstand Eigenschaften aus, die für Laien nicht ohne weiteres erkennbar sind. Für die Vermittlung, den Kauf und Verkauf sind deshalb besondere Kenntnisse und langjährige Berufserfahrung notwendig.

Die Mitglieder dieses Verbandes identifizieren sich mit einem einheitlichen Berufsbild des Kunsthändlers. Als Vermittler von originalen Kunstwerken ist dieser Beruf nicht nur auf Gewinnerzielung ausgerichtet, sondern erfüllt ebenso eine kulturelle Aufgabe. Der Kunsthändler ist also nicht nur Kaufmann, sondern auch Vermittler von kulturellen Werten.

Das Verhältnis zwischen Kunsthändler und Kunstkäufer bedingt somit ein besonders hohes Maß an persönlichem Vertrauen, welches durch die Mitglieder des Verbandes im besonderen gepflegt werden soll. Die Aufgabe des Verbandes ist es in der Öffentlichkeit, bei Messen und Ausstellungen, etc. dem Kunstkäufer eine Interessengemeinschaft aufzuzeigen, bei denen gleiche Prinzipien in der Geschäftspolitik gelten und die in der Öffentlichkeit gemeinsam mit diesen Prinzipien werblich auftreten.

Von den Mitgliedern des Sächsischen Verbandes wird erwartet, daß sie sich der besonderen Verantwortung ihres Berufes bewußt sind und ihn gemäß der geschriebenen und ungeschriebenen Grundsätze ausüben. Die Mitgliedschaft in diesem Verband ist eine besonderes Indiz für die Vertrauenswürdigkeit und Seriosität des Kunsthändlers.

§ 1 Name, Sitz, Verbandsjahr

(1) Der Verein führt den Namen

VERBAND DER SÄCHSISCHEN KUNST - UND ANTIQUITÄTENHÄNDLER e.V.

Er ist beim Amtsgericht / Vereinsgericht Dresden in das Vereinsregister eingetragen.

(2) Der Sitz des Vereines ist Dresden, die derz. Geschäftsstelle, Joachim Noack, Königstrasse 5, 01097 Dresden

(3) Das Vereinsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereines

(1) Der Verein ist ein Zusammenschluß von Facheinzelhändlern, die hauptberuflich und überwiegend mit Kunstgegenständen und Antiquitäten nach den Zolltarif- Nummern 9701 - 9703, 9705 und 9706 handeln.

(2) Der Verein vertritt die gemeinsamen beruflichen Interessen seiner Mitglieder, insbesondere auch im Hinblick auf die Förderung des sächsischen und nationalen Kunsthandels und seiner weiteren Wettbewerbsfähigkeit.

(3) Der Verein betreibt selber weder Geschäfte, noch strebt er danach Gewinne zu erzielen.

§ 3 Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft steht Kunsthändlern im Sinne von § 2 offen, die natürliche Personen, juristische Personen oder Personengesellschaften sein können und ihren Stammsitz (ausschließlich oder Hauptgeschäftssitz) im Gebiet des Freistaates Sachsen haben.

Voraussetzung zur Aufnahme ist eine mindest dreijährige selbständige kunsthändlerische Tätigkeit, bei juristischen Personen und Personengesellschaften muß der verantwortliche Geschäftsführer oder Gesellschafter diese Voraussetzung erfüllen.

(2) Soweit es sich um juristische Personen handelt, werden diese Mitglied. Jedes Handelsunternehmen kann unabhängig von seiner Rechtsform nur eine Mitgliedschaft erwerben.

§ 4 Aufnahme und Ausschluss

(1) Der Aufnahmeantrag ist formlos, möglichst schriftlich, an den Vorstand zu richten.

Für eine Empfehlung von zwei Mitgliedern des Vereines ist Sorge zutragen. Eine Aufnahme in den Verband der Sächsischen Kunst - und Antiquitätenhändler e.V. kann in Ausnahmefällen auch in Form einer einjährigen Kandidatur von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen werden. In dieser Zeit hat der Kandidat Gelegenheit das Verbandsleben aktiv kennenzulernen und zu unterstützen. Die Mitglieder haben die Möglichkeit den geschäftlichen und persönlichen Werdegang des Kandidaten im Sinne der Festlegungen der Satzung, zu beobachten und einzuschätzen, um nach Ablauf der Kandidatur endgültig über die Aufnahme in den Verband zu entscheiden. Der Mitgliedsbeitrag des Kandidaten beläuft sich auf einen Unkostenbeitrag von EUR 25 und dieser Beitrag wird bei Aufnahme in den Verband mit der Aufnahmegebühr anteilig verrechnet.

(2) Bei der Aufnahme eines neuen Mitgliedes wird eine einmalige Aufnahmegebühr von einem einfachen Jahresbeitrag fällig und ist nach Mitteilung an das Vereinskonto innerhalb von 4 Wochen zu entrichten.

(3) Aus wichtigem Grund insbesondere bei verbandswidrigem Verhalten, kann der Vorstand den Ausschluß eines Mitgliedes beschließen. Zu den Ausschlußgründen gehört auch eine Veränderung des Geschäftssitzes oder das Betreiben des Geschäftes ohne festen Sitz.

Ein Mitglied ist ferner auszuschließen, wenn es trotz wiederholter Mahnung mit mehr als einem Jahresbeitrag im Rückstand ist.

(4) Vor dem Ausschluß ist dem Mitglied Gelegenheit zu geben, sich zu äußern. Der Ausschluß ist auf der nächsten Mitgliederversammlung abzustimmen.

(5) Beschwerden müssen schriftlich an den Vorsitzenden des Vorstandes spätestens zwei Wochen vor der nächsten Mitgliederversammlung eingelegt werden.

§ 5 Austritt

(1) Der Austritt aus dem Verein ist nur nach einer Kündigung mit einer Frist von sechs Wochen zum Schluß eines Kalenderjahres zulässig.

(2) Die Kündigung ist in der Geschäftsstelle des Verbandes durch einen eingeschriebenen Brief zu erklären.

§ 6 Erlöschen der Mitgliedschaft

(1) Gibt ein Mitglied seinen Beruf auf oder zieht in das Gebiet eines anderen Landesverbandes um, so ruht oder erlischt die Mitgliedschaft im Verband Sächsischer Kunst- und Antiquitätenhändler zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres.

§ 7 Mitgliedsbeitrag

(1) Die Mitgliederversammlung setzt den Betrag und die Aufnahmegebühr fest. Der Mitgliedsbeitrag muß jährlich im voraus entrichtet werden.

(2) Der Mitgliedsbeitrag wird auf EUR 30,00 festgelegt, solange die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt.

Der Beitrag ist jährlich immer spätestens bis zum 31. März auf das Konto des Vereines bei der

Ostsächsischen Sparkasse Dresden,
IBAN: DE73 8505 0300 3100 1340 19

einzuzahlen.

(3) Die Aufnahmegebühr für neue Mitglieder beträgt einmalig einen zweifachen Jahresbeitrag.

§ 8 Mitgliederversammlung

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung wählt den Vorstand, bestehend aus Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und Schatzmeister, sowie zwei Beisitzer, einzeln und in geheimer Wahl.

Sie bestimmt über seine Entlassung und den Jahresabschluß.

(2) Die ordentliche Mitgliederversammlung wählt aus den Mitgliedern einen Kassenprüfer, der nicht dem Vorstand angehören darf. Er hat die Kassenprüfung vorzunehmen und in der ordentlichen Mitgliederversammlung einen Bericht zu erstatten.

(3) Satzungsänderungen bedürfen eines Beschlusses der ordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Stimmenmehrheit von mindestens drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

Der Vorschlag für eine Satzungsänderung muß mindestens drei Wochen vor dem Versammlungstermin den Mitgliedern bekannt gegeben werden.

(4) Der Versammlungstermin wird vom Vorstand, unter Absprache mit den Teilnehmern der Mitgliederversammlung, festgelegt.

(5) Der Vorstand ist auch befugt, jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist auch einzuberufen, wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder es fordern.

(6) Die Einladung zur Mitgliederversammlung hat schriftlich, mit Angabe der Tagesordnung zu erfolgen, unter Wahrung einer Einladefrist von zwei Wochen.

(7) Der Vorsitzende des Vorstandes oder ein Stellvertreter leiten die Mitgliederversammlung.

(8) Über jede Mitgliederversammlung wird ein Protokoll geführt. Das Protokoll wird vom Vorsitzenden des Vorstandes oder einem von ihm bestimmten Schriftführer verfaßt und unterzeichnet.

(9) Jedes Mitglied kann sich in der Mitgliederversammlung von einem anderen Mitglied vertreten lassen. Die Stimmübertragung ist in schriftlicher Form dem Vorstand vor der Versammlung vorzulegen.

§ 9 Vorstand

(1) Der Vorstand hat drei Mitglieder, im Sinne von § 26 BGB, diese bestehen aus einem Sprecher und Vorsitzenden des Vereines, dessen Stellvertreter und einem Schatzmeister. Darüber hinaus können dem Vorstand zwei gewählte Beisitzer ohne Stimmrecht angehören.

(2) Der Vorstand wird von der ordentlichen Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit in geheimer Wahl für je zwei Kalenderjahre gewählt. Ergibt sich eine qualifizierte Mehrheit für eine erneute Wiederwahl, auch über eine zweite Amtszeit hinaus, so ist eine solche möglich.

(3) Nach Ablauf der Wahlzeit bleibt der alte Vorstand bis zur Wahl des neuen Vorstandes im Amt.

(4) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vor Ablauf seiner Wahlperiode aus, so wählt die nächste Mitgliederversammlung einen Ersatzmann.

Scheiden innerhalb der Wahlperiode mehr als ein Mitglied des Vorstandes aus, so muß spätestens innerhalb von zwei Monaten eine außergewöhnliche Mitgliederversammlung stattfinden, die neue Mitglieder in den Vorstand wählt und die verbleibenden Vorstandsmitglieder bestätigt.

§ 10 Geschäftsordnung

(1) Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Jedes Vorstandsmitglied hat eine Stimme.

(2) Der Vorstand ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden.

(3) Der Vorstand kann einen Geschäftsführer bestellen, der nicht Vereins-oder Vorstandsmitglied sein muß.

(4) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

§ 11 Vertretung des Vorstandes

(1) Die Mitglieder des Vorstandes vertreten den Verein im Sinne des § 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich. Sie haben jeder Alleinvertretungsbefugnis.

(2) Im Innenverhältnis dürfen die Mitglieder des Vorstandes nur nach vorangegangener Abstimmung mit den übrigen Vorstandsmitgliedern von Ihrer Alleinvertretungsbefugnis Gebrauch machen.

§ 12 Auflösung des Verbandes

(1) Die Mitgliederversammlung kann die Auflösung des Verbandes mit einer Stimmenmehrheit von mindestens drei Viertel beschließen. Zu einer solchen Mitgliederversammlung muß mindestens vier Wochen zuvor durch eingeschriebenen Brief eingeladen werden.

(2) Im Falle der Auflösung wird das Verbandsvermögen nach Erfüllung aller Verpflichtungen an die Mitglieder zu gleichen Teilen verteilt.